Der Verwirklichung gingen insgesamt 13 Planungsphasen voraus. 1878 wurde mit dem Bau des "Bayerischen Versailles" nach Plänen von Georg Dollmann begonnen. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein "Tempel des Ruhmes" für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte 1886, beim Tod von König Ludwig II., war das Schloss noch nicht vollendet. Einige Teile wurden später abgetragen Königsschloss Herrenchiemsee Geschichte
Königsschloss Herrenchiemsee - Geschichte
Millionen    Besucher    aus    Europa    und    Übersee    sind    heute    von    der    Traumwelt    der    Schlösser    wie    Herrenchiemsee   fasziniert.   Von   Bauwerken,   mit   denen   sich   König   Ludwig   II.   nach   den      Enttäuschungen   der   ersten   Regierungsjahre   die   Bühne   für   sein   Leben   als   Märchenkönig   schuf.      Der   vielleicht   größte   und     kostspieligste Traum,   den   sich   Ludwig   II.   erfüllte,   war   ein   eigenes      “Versailles”,   nachdem   er   das   ihm   aus   Büchern vertraute Schloss 1867 und 1874 bei seinen  Reisen nach Frankreich besichtigt hatte.  1873   erwarb   er   die   Insel   Herrenwörth   im   Chiemsee,   wo   schließlich   nach   jahrelanger   Vorbereitung      am 21.      Mai   1878   der   Grundstein   des   neuen   Schlosses   gelegt   wurde.   Die   auf   Wunsch   des   Königs      immer größere      Dimensionen   annehmenden   Pläne   des   Architekten   Georg   Dollmann   hatten      inzwischen   die Ausmaße   des      Vorbilds   erreicht.   Die   Gartenfassade   von   Herrenchiemsee   ist   eine      genaue   Kopie   der Gartenfassade   von      Versailles.Ein   paar   Worte   über   den   “Märchenkönig”.   Ludwig   II.   (1845-1886)   ist   wie kein    anderer        bayrischer    König    der    Nachwelt    in    Erinnerung    geblieben,    vor    allem    durch    seine phantastischen Bauten.  Sein   Tod   wurde   niemals   völlig   aufgeklärt.   Die   Geschichte   seines   Lebens   gibt   stets   neue   Rätsel   auf. 1873    erwarb    König    Ludwig    II.    von    Bayern    die    Herreninsel    als    Standort    für    sein    Neues    Schloss    Herrenchiemsee.   Als   Abbild   von   Versailles   sollte   dieses   Schloss   ein   "Tempel   des   Ruhmes"   für   König   Ludwig    XIV.    von    Frankreich    werden,    den    der    bayerische    Monarch    grenzenlos    verehrte.        Der    Verwirklichung    gingen    insgesamt    13    Planungsphasen    voraus.    1878    wurde    mit    dem    Bau    des "Bayerischen      Versailles"   nach   Plänen   von   Georg   Dollmann   begonnen.   1886,   beim   Tod   von   König Ludwig II., war das  Schloss noch nicht vollendet. Einige Teile wurden später abgetragen. Ludwig   II.   wollte   Schloss   Herrenchiemsee,   wie   auch   seine   anderen   Bauten,   nie   für   die   Öffentlichkeit   zugänglich   machen   und wünschte,    dass        die    Schlösser    nach    seinem    Ableben    zerstört    werden    sollten.    Unter    den    großen    Schauräumen    sind    das Prunktreppenhaus,   das      Paradeschlafzimmer   und   die   Große   Spiegelgalerie   hervorzuheben.   Das   intime   Kleine   Appartement   ist   in Formen   des   französischen   Rokoko      gehalten   und   diente   als   Wohnung   des   Königs.      Schloss   Herrenchiemsee   war   das   kostspieligste der   Schlösser   Ludwigs   II.,   der   seine   Bauten   mit   seinem   Privatvermögen,   den   Einnahmen      aus   seiner   Zivilliste,   den   auf   den Kaiserbrief   folgenden   Subsidien   und   letztlich   auch   mit   zahlreichen   Krediten   finanzierte.   Die      Kostenvoranschläge   für   das   Schloss beliefen   sich   ursprünglich   auf   5,7   Millionen   Mark,   doch   wuchsen   die Ausgaben   bis   zum   Tode   des   Königs      nahezu   auf   das   Dreifache, nämlich   auf   16,6   Millionen   Mark   an.Damit   war   Herrenchiemsee   teurer   als   Linderhof   und   Neuschwanstein      zusammen,   für   die insgesamt   rund   6,7   Millionen   veranschlagt   und   schließlich   14,7   Millionen   Mark   ausgegeben   wurden.   Allein   die   Kosten   für      das Prunkschlafzimmer beliefen sich auf 384.000 Guldenund in den Innenräumen sind mehr als 4,5 Kilogramm Blattgold verarbeitet.  
Ludwig II. von Bayern nach einem Gemälde von Gabriel Schachinger, posthum vollendet 1887. Das nach Vorbildern gefertigte Bildnis zeigt den König im Gewand des Großmeisters des Ordens des heiligen Georg und hängt im Museum von Schloss Herrenchiemsee. Der unglaubliche Prunk, gefertigt aus edelsten Materialien spottet jeder Beschreibung. Am 26. September 1873 kaufte Ludwig die Herreninsel im Chiemsee, wo ab 21. Mai 1878 begann der Bau von Schloss Herrenchiemseee.