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Die Kapelle ist ein romanischer Bau mit Rundapsis und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts mit Dekorationsmalerei ausgeschmückt. Eine Restaurierung erfolgte 1988. Die Kapelle hat ein wechselvolles Schicksal hinter sich. - Die ursprüngliche St. Salvatorkapelle wurde im frühen 17. Jh. auf Betreiben der Salome von Lanser restauriert und mit einem Sakristeizubau im Süden und mit einem Turm versehen, der bereits im 19. Jh. abgetragen wurde.  Der rechteckige Saalraum mit weit ausgebuchteter Apsis im Osten und eine steingerahmte rechteckige Eingangstür und ebensolche Fenster an der Frontseite. Am Giebel ist noch ein gotisches Viereckfenster mit abgefesten Gewände.  Um 1877 wurde die Kapelle in ein Wohnhaus umgewandelt und umgebaut. Erst 1987 wurde der sakrale Raumcharakter wiedergewonnen, und dabei Wandmalereien aufgedeckt.  Wandmalereien : An den Wänden des Schiffes und in den Fensterlaibungen der Apsis sind dekorative Malereien mit Frucht und Blattgirlanden und Blumenvasen, um die Eingangstür Roll und Beschlagwerk. Schloss Moos und der Ansitz Schulthaus bilden zusammen ein Ensemble, das am besten die Schönheit der historischen Bauten in Eppan veranschaulicht. Ergänzt von der Katharinenkirche unterhalb des Gebäudes, integriert sich die Häusergruppe perfekt in die Weinberge und bietet auch demjenigen, der sich nicht so für Kultur interessiert, ein wunderbares Alternativprogramm. Beachten Sie bitte die Öffnungszeiten und angebotenen Führungen, damit die Kombination von Wanderung und kultureller Bildung auch wirklich gelingt!. Ein paar Worte zu dem merkwürdigen Fresco über den Mäusekrieg. In dem sogenannte Katzen-Mäusezimmer, welches wohl für die Jagd und Trinkgelage diente, sind die Wände mit Wandmalereien geschmückt, die 1960 aufgedeckt wurden. Alle Malereien dürften um 1400 entstanden sein. Schräg gegenüber dem Eingang ist ein kulturhistorisch interessanteste Wandbild sichtbar. Der sogenannte Katzen und Mäusekrieg. Es handelt sich dabei um eine äußerst selten dargestelltes Motiv des Angriffs von Mäusen und Ratten gegen ein von Katzen verteidigtes Schloss. Wir sehen links eine von orientalischen Motiven beeinflußte Darstellung eines Zeltes, in dem auf einem Thron der gekrönte Mäusekönig sitzt. Den unteren Abschluss bildet bildet ein Flusslauf an dem entlang die Mäuse ihren Angriff vortragen, der von einem Boot mit Ratten und Mäusen aus erfolgt. Auch von rechts her greifen die Mäuse an, am rechten Rand ist ein Handgemenge zwischen Katzen und Mäusen im Gange. Interessanter Weise  sind die Mäuse durchwegs tierartig und vierbeinig, die Katzen hingegen aufrecht und menschenähnlich dargestellt.. In der Mitte, das Ganze beherrschend, ist das Schloss des Katzenkönigs zu sehen. Über die Bedeutung dieser Darstellung gehen die Meinungen auseinander. Von der Annahme, dass es sich dabei dabei um die Darstellung  einer verkehrten Welt handelt ist möglich, aber wer weiß ...  
Als Entstehungsjahr dieses behäbigen Bauwerkes in Pigen oberhalb von St. Michael in Eppan gilt 1356, aber vermutlich ist es es wesentlich älter Es gehörte im Laufe der Jahrhunderte mehreren bekannten Südtiroler Adelsfamilien, wurde aber immer mehr vernachlässigt, bis es vor 30 Jahren von einem kunstsinnigen Bozner Kaufmann wieder instand gesetzt wurde. Die Kapelle aus dem 14. Jahrhundert wurde 300 Jahre später restauriert und um 1880 in ein Wohnhaus umgebaut. Seit 1988 ist ein Raum des Gebäudes wieder dem ursprünglichen Zwecke folgend hergerichtet. Es handelt sich dabei um eine äußerst selten dargestelltes Motiv des Angriffs von Mäusen und Ratten gegen ein von Katzen verteidigtes Schloss.