Schloss Stumm im Zillertal
 
 
   

 

 

Im 8. Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo von Bayern dem von ihm gegründeten oberbayrischen Stift Herrenchiemsee einige Güter in Stumm und auf dem Stummerberg. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine geschlossene Grundherrschaft, die "Hofmark Stumm".

Verwaltet wurde die Hofmark von einem Vogt, dem die Eintreibung des Grundzins von den Lehensleuten und die niedere Gerichtsbarkeit oblag. Die hohe Gerichtsbarkeit hatte der Landrichter in Rattenberg inne. Die Vögte saßen in einem Amtshaus, an dessen Stelle  später Schloss Stumm errichtet wurde.

Die Vogtei übten seit 1244  die Herzöge von Bayern und ab 1504 die Grafen von Tirol aus. 1556 verkaufte das Stift Herrenchiemsee die Hofmark Stumm an den Büchsengießer Gregor Löffler aus Innsbruck, der als  der bedeutendste Geschützgießer  des 16. Jh. gilt. Er goss  die mächtigen Kanonen, welche die Festung Kufstein bezwangen.  Die alle ganz merkwürdige Namen hatten, wie "Burlepaus" - "Weckauf" - "Lauerpfeif".

Auf den Büchsenmacher folgten die Schneeberger aus Saltaus im Passeiertal, Die Gewerken Familie Dreiling aus Schwaz, die Schidenhofer, die Grafen Spaur, die Grafen Bissingen und von 1788 bis 1896 die Grafen Lodron-Laterano. Heute ist das Schloss Eigentum der Freiherren Braun von Stumm aus dem Saarland, die schon lange so hießen, bevor sie den Zillertaler Ansitz erwarben.

Der dreigeschossige quadratische Bau mit steilem Walmdach und vier schönen Eckerkern weist die charakteristischen harmonischen Formen eines Tiroler Edelsitzes auf. Über dem Eingang kündet das Wappen der Grafen Lodron von den einstigen Besitzern des Schlosses. Im Inneren gibt es Stichkappen, Grat- und Netzrippengewölbe sowie einige mit Stukkaturen aus dem 18. Jh. ausgestattete Räume. Bemerkenswert ist ein mächtiger blauer Reiterofen aus der Zeit um 1700.

Schloss Stumm ist ein dreigeschossiger Bau mit vier Eckerkern und Walmdach. Am Portal sind gemalte Wappen der Grafen Lodron. Besitzer waren unter  den ersten adeligen Inhaber der Hofmark Stumm Gregor Löffler um 1560 erbaut. Um Gebäude ist ein durchlaufender Mittelflur. Die Räume sind mit Stuck aus dem 18. Jahrhundert geschmückt. Die Türen sind mit schönen Beschlägen ausgestattet.
Schloss Stumm
 

Schloss Stumm im Zillertal

Dieses historische Wahrzeichen des Dorfes wurde wohl anstelle des älteren
Amtshauses der ehemaligen Hofmark um 1550 errichtet. Der dreigeschoßige
quadratische Bau mit steilem Walmdach und vier schönen Eck-Erkern weist die
charakteristischen harmonischen Formen eines Tiroler Edelsitzes auf. Über dem
Eingang kündet das Wappen der Lodron von den einstigen Besitzern des
Schlosses. Heute ist das Schloß im Privatbesitz der Familie Carla von Braun v. Stumm.
    Die Gemeinde Stumm befindet sich im mittleren Zillertal im Tiroler Bezirk Schwaz. Der schöne Dorfplatz von Stumm war schon des öfteren in Film und Fernsehen zu bewundern.Kulturinteressierte Gäste sollten sich sowohl die Pfarrkirche mit ihren schönen Fresken als auch das aus dem 16. Jahrhundert stammende "Schloss Stumm" mit seinen schönen Parkanlagen nicht entgehen lassen. Der berühmteste Schloßherr
war Gregor Löffler aus Innsbruck, der bedeutenste Geschützgießer des Heiligen
Römischen Reiches Deutscher Nation im 16. Jahrhundert. Es folgten die
Schneeberger von Saltaus im Passeiertal, die Gewerkenfamilie Dreiling aus
Schwaz, die Schidenhofer, die Grafen Spaur, die Grafen Bissingen und von
1788 bis 1896 die Grafen Lodron-Laterano.

Eine Besichtigung von innen ist leider NICHT möglich!

   
Schloss Stumm     Schloss Stumm - Tor
 

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