Die Schlosshöfe in Kauns Die Schlosshöfe stammen aus dem 16. Jahrhundert sind aber im 17. Jahrhundert umgestaltet worden. Das Haus Nr. 49 war ein Maierhof der naheliegenden Burg Berneck. Unter den Landesinhabern Freiberg hat das Haus 1645 und 1654 den reichen Fassadenschmuck erhalten. Ein Maierhof ist ein Hof zur Versorgung einer Burg und deren Herren. Hier im Kaunertal ist dies die nahe gelegene Burg Berneck. Wie ein filigranes Netz umspannen die Malereien die Fenster, das Portal und den Erker.
Copyright © Juni 2013 Hall in Tirol. All Rights Reserved. - Web Design © by adi sparber. adolf.sparber@chello.at
Home Home Schkosshöfe in Kauns Schkosshöfe in Kauns Tourismus Tourismus Links Links
Als der Jaggl einmal in der Nähe des Urkundberges weidwerkte, sah er eine prächtige Gemse  und verfolgte sie im Jagdeifer bis auf den Gletscher. Da verwandelte sich an einer großen Spalte des Ferners die Gemse, die eigentlich nur die verzauberte Hexe war, in eine Schneedecke, die  sich über den Spalt legte. Der Jaggl trat auf die trügerische Schneebrücke, brach ein und stürzte haltlos in die eisige Tiefe. Über dem Spalt aber schrillte das höhnische Ladien der Hexe. Da  steckte nun der Wiesjaggl tief im Gletscher und sah keine Hilfe. Seine große Not lehrte ihn beten, er bereute sein sündiges Treiben und gelobte eine Wallfahrt  nach Kaltenbrunn, wenn er diesmal noch mit dem Leben davonkomme. Richtig, nach vieler  Mühe gelang es dem Jaggl, Stufen in das Gletschereis zu schlagen und sich aus der Spalte  herauszuarbeiten. Getreulich hielt der gerettete Jaggl sein Wort und pilgerte nach Kaltenbrunn, wo ihm der Beichtvater eine besondere Buße auferlegte. Er müsse nachts in der  Wallfahrtskirche sich auf die Totenbahre unter das Ewige Licht legen, als ob er schon gestorben wäre. Der Jaggl dürfe aber, was immer auch geschehe, sich nicht mucksen und keinen Laut von  sich geben. Wiesjaggl tat, wie ihm befohlen, und lag schon einige Stunden still betend auf der Totenbahre.  Da hub um Mitternacht in der Kirche ein fürchterliches Getöse an wie von kämpfenden Geistern. Dreimal wurde der Jaggl von unsichtbaren Händen bis zum Kirchengewölbe emporgehoben und wieder herabgeschleudert. Vor Todesschrecken standen ihm die Haare zu Berg, die in dieser  Stunde schneeweiß geworden waren. Als das Getöse immer ärger anschwoll, trat der Pfarrer von Kaltenbrunn in die Kirche, bannte  den Teufel und zwang ihn zur Herausgabe des Blutvertrages, den er einst mit dem Wiesjaggl  abgeschlossen hatte. Nach langem Ringen und Kämpfen gab der Satan die Seele des Zauberers frei und entwich. Von nun an lebte der Wiesjaggl als Büßer in Kaltenbrunn, wo er auch begraben liegt.
Die kleine Figur im grünen Wams soll der Wildschütz und Zauberer Wiesjaggl sein. Der gepflegte kleine Friedhof mit einen schönen schmiedeeisernen Grabkreuzen bildet mit dem     gotischen Chor der Wallfahrtskirche eine stimmungsvolles Ensemble. Die alte Friedhofskapelle von 1637 wurde im Jahr 1900 abgetragen. 2001 wieder aufgebaut. An den Gemälden der Schlosshäuser kann man die Geschichte von Kaiser Maximillian erkennen. Unter anderem ist auch der berühmt berüchtigte Wilderer "Wiesejaggl" abgebildet  Zu Zeiten des Kaisers Maximilian I. trieb hier ein Wilderer sein Unwesen in den Kaunertaler Wäldern . Auf der reichhalten Fassadenmalerei ist er, geradewegs auf eine Gämse zielend, dargestellt. Heute befinden sich die 3 Schlosshäuser in Privatbesitz.