Ansitz Pfunds-Turm (Zum Turm). Der Turm der heute zu einem Gasthaus (?) umgestaltet wurde, steht bei der Innsbrücke. Im Erdgeschoss, das eine breite Ausfahrt zur Brücke enthält, sind die Mauern ca. 2 m dick und mit einer Schießscharte versehen. Vermutlich war das Ganze ein Brückenbefestigung, die vielleicht erst unter Kaiser Maximilian I. aufgeführt wurde. Ein weiterer Turm wurde beim Neubau der Kirche 1821 abgebrochen.
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Eigenartiger Weise habe ich aus dem Dorf Pfunds keine Sage gefunden. Ich erzähle deshalb eine Geschichte über “Wilde Frauen” in Serfaus. Hoch über Pfunds. In einem Heupillen auf der Untermotzwiese oberhalb Serfaus wohnten vor Zeiten wunderschöne wilde Fräulein. Zu ihnen ging ein Bauer oft hinauf in den Heimgarten (Huangart). Sein Weib wunderte es endlich, was denn ihr Mann spätabends noch auf der Wiese oben zu tun habe, und schlich ihm einmal nach. Wie sie zu dem Heupillen kam, in den ihr Mann eingetreten war, sah sie einen schönen langen Zopf zwischen den Balken auf den Boden heraushängen. Die Bäuerin hob den Zopf in die Höhe und schob ihn vollends durch die Spalte in den Stadel zurück, worauf sie sich auf den Heimweg machte. Als sich der Bauer endlich zum Gehen anschickte, gab ihm eines der Fräulein, es war dasselbe, das den Zopf beim Stadel herausgehängt hatte, einen Gürtel als Geschenk für seine Frau mit; er dürfe ihn aber beileibe nicht aus der Hand lassen, bis er ihn seinem Weibe übergeben habe. Auf dem Heimwege fühlte der Bauer plötzlich das Bedürfnis, schnell zur Seite zu gehen und schnallte daher den Gürtel ohne lange zu überlegen um den nächsten Baum. Kaum war er aber damit fertig, als der Baum vom Gürtel förmlich durchgeschnürt wurde und in tausend Stücke auseinander sprang. Wie wäre es erst der Bäuerin ergangen, wenn ihr der Bauer den Gürtel übergeben und sie ihn angelegt hätte! Wilden Frauen ist nämlich nichts unerträglicher, als wenn man ihnen ihr Haar, das sie beim Ausruhen oder während des Schlafes mit Vorliebe auf den Boden hängen lassen, aufhebt. Ob die “wilden Frauen” mit den Saligen identisch sind kann ich nicht sagen ...
Die im Kern romanische Kirche wurde 1429 urkundlich genannt. Ihre heutige Erscheinung ist spätgotisch aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der Chor wurde 1497 geweiht. Eine kleine Schlucht gegenüber dem Ort wird von der Römerbrücke überspannt, die eigentlich aus dem Mittelalter stammt, aber in traditionell römischer Technik gemauert wurde und vermutlich die älteste erhaltene Brücke Tirols darstellt. Der "Turm" an der Innbrücke in Pfunds ist ein Baudenkmal, das Stilrichtungen der ausklingenden Gotik und des Barock aufweist. Die Fassadenmalereien stammen vom Pfunser Barockmaler Philipp Jakob Greil aus der Zeit um 1770, nachdem der "Turm" um 2 Stöckwerke erhöht wurde.